Tagestipps

Mittwoch 19:04 Uhr WDR3

WDR 3 Hörspiel

Friedensschluss Von Magda Szabo Übersetzung aus dem Ungarischen: Robert Stauffer Komposition: Kurt Herrlinger Die alte Frau: Erna Großmann Gittu: Ingeborg Engelmann Agota: Marianne Mosa Guszti: Edgar Bamberger Feri: Harry Bong Regie: Walter Knaus Produktion: WDR 1966 Anschließend: "32 mal Beethoven" Folge 11: Klaviersonate B-Dur, op. 22 Die Optimistische

Mittwoch 19:05 Uhr SWR2

SWR2 Tandem

Die mitfühlende Kamera - Toby Binder fotografiert die raue Wirklichkeit Moderation: Bernd Lechler Toby Binder ist kein Heile-Welt-Fotograf. Er porträtierte Kinder, die in Nigeria als Hexen stigmatisiert werden, oder Frauen in Sierra Leone, für die eine Schwangerschaft wegen der schlechten Versorgung lebensbedrohlich ist. Er hat aber auch die Fußballverrücktheit der Schotten im Bild festgehalten und zeigt in seinem jüngsten Bildband "Wee Muckers" den Alltag nordirischer Teenager. Sein Portfolio ist die Wirklichkeit. Dabei will Binder beim Betrachter stets Verständnis und Empathie für die Menschen auf seinen Fotos wecken. Mit seiner Arbeit hat der gebürtige Esslinger internationale Anerkennung gefunden und mehrere Preise gewonnen.

Mittwoch 19:05 Uhr Ö1

Dimensionen

Die Fröhliche Schule Die Reformpädagogin Eugenie Schwarzwald Von Ulrike Schmitzer "Die Fröhliche Schule" brach um 1911 mit allen Konventionen. Mädchen konnten erstmals die Reifeprüfung machen, den Unterricht hielten Künstler: Oskar Kokoschka unterrichtete Zeichnen, Adolf Loos Architektur, Arnold Schönberg und Egon Wellesz brachten den Kindern Musik nahe. Schulgründerin Eugenie Schwarzenbach wollte eine Schule, in der die Kinder aus Wissbegierde lernen und ihre Fantasie angeregt wird. Eine Dänin beobachtete genau, wie die Schule in der Wallnerstrasse funktionierte und schrieb ein Buch darüber. Nun liegt erstmals die deutsche Übersetzung des Buches "Die fröhliche Schule" von Karin Michaelis vor. Glaedens skole (1914) gibt nicht nur einen genauen Einblick in den Schulalltag und die Form des Unterrichtens, sondern ist auch ein besonderes Dokument der Freundschaft zwischen Karin Michaelis und Eugenie Schwarzwald. Der Historiker Robert Streibel präsentiert das Buch zum 80. Todestag der Schulreformerin.

Mittwoch 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Tondokumente aus dem Jahr der deutschen Einheit (1/4) "Dieser Aufbruch kam wohl um Jahre zu spät" Wortmeldungen von Literaten 1990 Von Winfried Sträter (Teil 2 am 12.08.2020) 1990 war ein irres Jahr. Die Mauer war gefallen und die neu gewonnene Freiheit in der DDR war größer als die des bald vereinten Deutschland. Viele lebten die Möglichkeiten aus, die sich nach dem Sturz des SED-Regimes eröffneten. Zugleich wuchs die Sehnsucht, wieder in geordneten Bahnen leben zu können. Hoffnungen von Bürgerrechtlern, die im Herbst 1989 die betonierten Verhältnisse aufgebrochen hatten, wurden bitter enttäuscht. Der Osten lernte den Westen, und der Westen den Osten kennen. Die Feuilletons entfachten eine Diskussion über die DDR-Literatur mit zum Teil bösen Anschuldigungen. Tondokumente des Jahres 1990 vermitteln Eindrücke von diesem stürmischen letzten Jahr der DDR, in dem auch für die alte Bundesrepublik die Zeit ablief.

Mittwoch 20:04 Uhr HR2

Der Beethoven-Marathon (3 von 5)

Mit den ARD-Orchestern und -Chören durch alle Sinfonien und Konzerte Mit einer Fülle von Ideen und großem Aufwand hat die Musikwelt das Beethovenjahr 2020 geplant, um seinen 250. Geburtstag gebührend zu feiern. Aber Sinfonie und Pandemie, das verträgt sich leider schlecht. Und von Beethovens emphatischer Aufforderung "diesen Kuss der ganzen Welt", formuliert in der Neunten, sollten wir derzeit lieber Abstand nehmen.

Mittwoch 21:05 Uhr Deutschlandfunk

Querköpfe

Kabarett, Comedy & schräge Lieder Sommerbühne - Teil 4 Eva Eiselt: "Wenn Schubladen denken könnten" Eine Programmvorstellung von Anja Buchmann In unserer diesjährigen Sommerreihe stellen wir aktuelle Programme von Kabarettistinnen und Kabarettisten vor, für die es sich lohnt, so schnell wie möglich in die Theater zu gehen! Denn rege Besuche der zahlreichen Bühnen und Theater sind die beste Art, die durch Corona existenziell bedrohte Kulturlandschaft zu unterstützen. Im vierten Teil unserer Serie hören Sie Ausschnitte aus dem neuen Programm der Kabarettistin Eva Eiselt: "Wenn Schubladen denken könnten". Darin findet Eva Eiselt, dass es Zeit ist für den Tag der offenen Schublade und krempelt unsere handelsüblichen Laden dabei einfach mal auf links. Indem sie ausmistet, durchlüftet und die Dinge des Lebens in die Freiheit entlässt.

Mittwoch 21:05 Uhr NDR Blue

NDR Blue In Concert

Das tägliche Radiokonzert - Heute mit Kristin Hersh Die US-amerikanische Musikerin wurde durch die Band Throwing Muses bekannt, 1994 machte sie dann solo weiter. Mit Michael Stipe und R.E.M. wurde sie durch den Song "Your Ghost" einem größeren Publikum bekannt. Gelegentlich schreibt sie auch Bücher, wir haben für Sie den Mitschnitt ihres Konzerts beim Antigel Festival 2019.

Mittwoch 22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Hörspiel

Brot für die Fische Von Hans Thill Regie: Stefanie Hoster Mit: Lars Rudolph, Martin Engler, Erika Skrotzki, Nico Holonics Komposition: Philippe Gordiani Ton: Jean Szymczak Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2018 Länge: 41"09 "Fische sind plump, kalt, nicht witzig." Aber es winkt Geld für Einfälle! Nun heißt es: nachdenken, kalauern, verwerfen! Derweil startet der Fischmann sein Boot Richtung Meer und es entwickelt sich ein Text ... Anschließend: Fischerhaus Küche Von Susanne Amatosero Regie: die Autorin Mit: Eric-Alex Zipperling, Amadou Mourtala Mohamed, Issiaka Moussa Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2018 Länge: 11"48 Susanne Amatosero besichtigt Restaurantküchen in Hamburg. Ein Autor will einen Text über Fische schreiben. Er sollte ihn auch schreiben, denn es wurde ihm gutes Geld angeboten. Aber Fische ...? Dazu fällt ihm erstmal nichts ein. Sein Umfeld hat auch keine hilfreichen Antworten: "Fische sind plump, kalt, nicht witzig!" Also muss er die Biologie befragen! Die Suche ausweiten in die mythologischen und biblischen Geschichten, in das Feld der Kunst! nachdenken, kalauern, verwerfen! Derweil macht sich der Fischmann bereit. Es ist ein guter Zeitpunkt für die Flucht. Die Flüsse steigen an, es wird Zeit, das kleine Motorboot mit Kajüte loszumachen und in Richtung Meer zu starten. Als Fisch im Wasser ist das Leben möglich. Und nun entwickelt sich ein Text. Hans Thill, geboren 1954 in Baden-Baden, lebt in Heidelberg. Lyriker und Übersetzer. Seit 2010 Leiter des Künstlerhauses Edenkoben. Zahlreiche Übersetzungen vor allem aus dem Französischen. Herausgeber der Reihe Poesie der Nachbarn - Dichter übersetzen Dichter. Setzt Grabsteine für tote Dichter. Für den Gedichtband "Kühle Religionen" erhielt er den Peter-Huchel-Preis 2004. Zuletzt erschien Prosa: "Buch der Dörfer" (2014) und die Gedichtbände "Ratgeber für Zeugleute" (2015) und "in riso / der dürre Vogel Bin / kälter als / Dunlop" (2016). Zahlreiche Hörspielübersetzungen und Bearbeitungen u.a.: "Die Zeremonie" von Cécile Wajsbrot, übersetzt von Hans Thill (DKultur/RB 2011). Mitglied des PEN. Am Ende von Susanne Amatoseros Hörspiel "The Girl from Ipanema in Dub" (DLR/NDR 2003) stand ein Klang: Das weit in die Hamburger Hafenlandschaft schallende Geräusch eines Besteckkastens, der in der Fischerhaus-Küche herunterfiel. Viele Jahre später erzählt Susanne Amatosero in drei kurzen Szenen, wie es zu diesem Klang kam. Ein Lamento der Küchenhelfer. Susanne Amatosero, geboren 1952 in Wittlich an der Mosel, lebt als Autorin und Regisseurin für Theater und Radio in Hamburg. Für ihren Dokumentarfilm "Die Reise der Pilgrim Number One" erhielt sie 1988 den Prix Leroi Gourhan Das Hörspiel "funky yard" (BR/NDR 1996) wurde auf The New York Festivals 1997 mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Zuletzt für Deutschlandradio die Trilogie: "Voodoo Child und die Musik als fünftes Element" (DKultur 2011), "Mercury" (NDR/DKultur 2012) und "Sparky" (DKultur 2013). Brot für die Fische

Mittwoch 22:30 Uhr MDR KULTUR

Gespräch

Die Filmeditorin Monika Schindler befragt von Gregor Papsch "Film ist mein Leben, und wenn ich arbeite, empfinde ich Glück", sagt Monika Schindler, wenn sie von ihrer Arbeit als Film-Editorin erzählt. Weit mehr als hundert Spielfilme und Dokumentationen hat die 82-jährige gebürtige Berlinerin in ihrem langen Arbeitsleben montiert - seit 1961 zuerst bei der DEFA, wo sie mit Regisseuren wie Roland Gräf, Herrmann Zschoche oder Günter Reisch zusammenarbeitete. 2017 hat Monika Schindler als erste Film-Editorin überhaupt den Deutschen Filmpreis für ihr Lebenswerk erhalten. Das Gespräch steht anschließend unter www.ardradiofestival.de zum Download zur Verfügung.

Mittwoch 23:00 Uhr Bremen Zwei

ARD Radiofestival: Lesung - Karosh Taha: "Wege aus der Gegenwart" - Raketenstart in die Vergangenheit

Karosh Taha wurde 1987 im Nordirak geboren, aufgewachsen ist sie in einer Hochhaussiedlung im Ruhrgebiet. Nach den Verbindungen zwischen diesen Lebenswelten forscht sie in ihrer Literatur - poetisch, mit dem Blick für die andere Seite und einem feinen Gespür für Komik. In ihren Romanen sucht eine junge Generation ihren Weg, hin- und hergerissen zwischen den Erwartungen ihrer Community und den eigenen Lebensentwürfen. In ihrer Erzählung für das ARD Radiofestival wird der Livestream einer Weltraummission zur Erinnerungsreise in die Vergangenheit. Eine Erzählung exklusiv für die ARD Kulturprogramme (Produktion: WDR 2020) Die Kulturprogramme der ARD haben 40 Autor*innen gebeten, eine Erzählung zum Thema "Reisen" für das ARD Radiofestival zu schreiben.

Mittwoch 23:30 Uhr SWR2

ARD Radiofestival. Jazz

Brennen! - Das Duo Rdeca Raketa bei den Donaueschinger Musiktagen 2019 Mit Nina Polaschegg So wie die Rote Rakete im Gedicht des Lyrikers Srecko Kosovel ist die Musik von Rdeca Raketa auf glühender Mission ins Unbekannte. Das in Wien beheimatete Duo von Maja Osojnik und Matija Schellander improvisiert mit elektronischen und analogen Klangquellen, Field Recordings, Beats, Spoken Word und in Donaueschingen auch mit der Videokunst von Billy Roisz. "Und kann die Stille nicht erreichen" hieß ihre gemeinsam für die Musiktage konzipierte interdisziplinäre Arbeit. Maja Osojnik, Matija Schellander: Und kann die Stille nicht erreichen, Donaueschinger Musiktage 2019 Billy Roisz, Solist Rdeca Raketa, Raketa, Untertitel Maja Osojnik, Elektronik, Stimme Matija Schellander, Elektronik

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