Features im Radio

Features

Donnerstag 09:05 Uhr Ö1

Radiokolleg - 9xÖsterreich

Erkundungen in der Steiermark (4). Gestaltung: Ulrike Schmitzer, Ute Maurnböck, Sabine Nikolay, Ilse Huber, Thomas Mießgang, Alexandra Augustin, Marie Theres Himmler, Nikolaus Scholz, Christina Höfferer, Paul Lohberger Steiermark, in Schreibschrift geschrieben, mitten in einem grünen Herz. Und genau das steht auch gleich darunter: "Das Grüne Herz Österreichs". Seit 1972 fährt das Logo auf Autos geklebt spazieren oder will als Werbesujet Lust auf Urlaub machen. Tatsächlich ist die Steiermark das waldreichste Bundesland mit rund 61% Waldanteil, auch Wasser gibt´s zuhauf, dazu eine höchst abwechslungsreiche Landschaft: von der Ebene des Grazer Beckens über die liebliche Südoststeiermark und das seenreiche Ausseerland bis zu den alpinen Regionen rund um den Hochschwab oder Dachstein. Mit ihm, dem Dachstein, beginnt auch die steirische Landeshymne, das Dachsteinlied, das nicht nur die Präsenz des Aars, also des Adlers, besingt, sondern auch immer noch die Zughörigkeit der Save, jenem Fluss, der seit 103 Jahren nicht mehr von Österreich, sondern Slowenien ostwärts fließt. Das Team des Radiokollegs macht sich in der dritten Staffel der Bundesländer-Serie also auf den Weg in und durch die Steiermark: neben Musik vom Schladminger Paul Plut, den Wurzeln der neuen Volksmusik bis zur kreativen Jazzszene von Graz oder der vielseitigen Performancekunst von Kerosin95 wird das Regionale in den Vordergrund gerückt. Wie geht´s dem steirischen Salzkammergut ohne das jährliche Narzissenfest, einem kulturellen Anker der Tourismusregion? Was macht das Vulkanland aus? Wussten Sie, dass die größten Schlachtbetriebe in der Steiermark beheimatet sind - aber auch Gegenmodelle in Form von mobilen Schlachthöfen? Graz, Österreichs zweitgrößte Stadt, mit mediterranem Flair und langer Geschichte - das Gebiet um den Schlossberg wurde schon vor rund 5.000 Jahren besiedelt - wird ebenfalls durchmessen: was ist von der Kulturhauptstadt 2003 geblieben, was tut sich bei der 1959 gegründeten Aktionsgemeinschaft Forum Stadtpark? Es gibt - wie immer - unendlich viel zu entdecken, auch die im April eröffnete SteiermarkSchau möchte die traditionellen Landesausstellungen neu interpretieren und sich so dem eigenen Bundesland nähern. Und natürlich werden bei uns auch diesmal wieder akustische Bodenproben gesammelt. Das südbairische Idiom mit dem markanten l, den freudvoll ausgedehnten Vokalen, die sich von Diphthongen zu Triphthongen steigern (wer kann schon ein "maouchen" aus dem "machen" machen?), Mundarten, die das slawische Erbe mehr als nur erahnen lassen, ... es gibt viel aufzunehmen!

Donnerstag 09:05 Uhr Bayern 2

radioWissen

Faires Gold Edelmetall mit gutem Gewissen Phytomining Metall-Ernte mit Superpflanzen Das Kalenderblatt 17.06.1943 László József Bíró erhält Patent auf Kugelschreiber Von Christiane Neukirch Faires Gold - Edelmetall mit gutem Gewissen Autoren: Aeneas Rooch und Bettina Rühl / Regie: Susi Weichselbaumer Kaum jemand weiß, dass es nicht nur Fairtrade-Kaffee gibt, sondern auch Fairtrade Gold. Gründe für das Streben nach besseren Arbeitsbedingungen in der Goldgewinnung gibt es genug: Gold ist eins der wertvollsten Edelmetalle der Welt. Aber viele Schürferinnen und Schürfer riskieren für wenig Geld ihr Leben, während sie in kaum gesicherten Minen Brocken aus dem Gestein schlagen. Wäscherinnen und Wäscher ruinieren ihre Gesundheit, während sie das Gold mit Quecksilber aus dem zerkleinerten Gestein herauslösen. Und die quecksilberhaltigen Abwässer aus den Minen zerstören die Umwelt. Weltweit arbeiten nach Schätzungen 20 Millionen Menschen im Gold-Kleinbergbau. Die Initiative "Fairtrade" will deren Arbeitsbedingungen und Bezahlung verbessern. Gold aus entsprechend kontrollierter Herkunft wird mit einem Siegel zertifiziert, ähnlich wie Kaffee oder Bananen. Aber die Zertifizierung ist beim Gold deutlich schwieriger. Phytomining - Metall-Ernte mit Superpflanzen Autoren: Klaus Uhrig und Till Krause / Regie: Klaus Uhrig Manche Entdeckungen klingen fast zu genial, um wahr zu sein. Doch es gibt tatsächlich Pflanzen, die mit ihren Wurzeln so viel Schwermetalle aufnehmen, dass man damit verseuchte Böden entgiften kann. Manche von ihnen speichern sogar dermaßen viel Metall, dass man mit ihrer Hilfe sanften "Bergbau" betreiben kann: Die Pflanzen saugen das Metall einfach aus dem Erdreich, dann wird geerntet und verkauft. Seitdem diese "Superpflanzen" entdeckt wurden, liefern sich Wissenschaftler auf der ganzen Welt einen Wettlauf um die Entdeckung neuer Pflanzen sowie deren verschiedene Anwendungsmöglichkeiten. Mehr als 500 dieser sogenannten Hyperakkumulatoren wurden inzwischen identifiziert und niemand weiß, wie viele Pflanzen es insgesamt gibt. In Albanien bauen arme Bauern mittlerweile Nickel-Pflanzen auf früher brachliegenden Böden an. In Frankreich optimieren Wissenschaftler den Prozess, der aus den Pflanzen die wertvollen Metalle extrahiert. Und im abgelegenen Südsee-Archipel Neukaledonien könnte auf verseuchten Minengeländen bald wieder etwas wachsen. Die Möglichkeiten scheinen unbegrenzt. Erstsendung: BR 2017 Moderation: Thies Marsen Redaktion: Matthias Eggert

Donnerstag 15:05 Uhr Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

Jetstream Der Klimamacher Wasserknappheit bei uns Rauscht es bald nicht mehr? Das Kalenderblatt 17.06.1943 László József Bíró erhält Patent auf Kugelschreiber Von Christiane Neukirch Jetstream - Der Klimamacher Autorin: Yvonne Maier / Regie: Sabine Kienhöfer Jetstreams: Weltumspannende Luftströmungen, die unser Wetter mitbestimmen. Für Meteorologen und Klimaforscher sind Jetstreams in den Fokus gerückt. Denn sie beeinflussen die Luftdruckverteilung in 15 bis 50 Kilometern Höhe und damit auch Winde und das Wetter. Das Besondere daran: Auf einen Jetstream kann man sich verlassen. Über mehrere Tage hinweg bleiben sie aufrecht. Sehr bekannt ist das Phänomen, das man im Sommer auf der Nordhalbkugel beobachten kann. Je nachdem, wo genau sich die Jetstreams auf ihrer Reise um die Erde platzieren, stabilisiert sich eine bestimmte Wetterlage in Mitteleuropa. So kann es zu sehr regnerischen aber auch zu sehr trockenen Sommern kommen. Vor dem Hintergrund der Dürre im Jahr 2018 und anderen Wetterextremen wie Überflutungen fragen sich Forscher, ob der Klimawandel solche Phänomene noch verstärken wird. Erstsendung: BR 2019 Wasserknappheit bei uns - Rauscht es bald nicht mehr? Autor: Marko Pauli / Regie: Martin Trauner Der überwiegende Teil des deutschen Trinkwassers wird aus Grundwasser gewonnen. Doch dieses wird in Zeiten des Klimawandels immer weniger, in Deutschland und weltweit. Welche Auswirkungen sind zu erwarten, in naher und ferner Zukunft, müssen wir um die Versorgung bangen, drohen Dürren und Trinkwasserknappheit? Auch die Landwirtschaft benötigt immer mehr Wasser, um in trockenen Regionen die Felder bewässern zu können. Legal, aber oft auch illegal werden dafür die Grundwasserreservoirs angezapft. Die Folgen sind nicht nur sinkende Grundwasserpegel, auch Flüsse und Seen führen immer weniger Wasser, wodurch jetzt schon Tierarten gefährdet oder ausgestorben sind. Wasserverschwendung und -verunreinigung verschlimmern die Problematik. Es wird in Deutschland zukünftig Streit geben um die Ressource Wasser, prophezeit das Bundesumweltamt. Erstsendung: BR 2019 Moderation: Yvonne Maier Redaktion: Matthias Eggert

Donnerstag 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Ich spreche, also wer bin ich? Was die Stimme über uns verrät Von Martina Weber (Wdh. v. 05.11.2020) Die menschliche Stimme ist unser auditiver Fingerabdruck. Wie sie zu uns spricht, prägt unsere Kultur und Gesellschaft. Dabei unterliegt sie selbst sozialen sowie technologischen Veränderungen. Die Suche nach einem fiktiven Ideal.

Donnerstag 22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Freispiel

Schwerpunkt: Wie wir wohnen Kreuzberg von oben Ein Versuch über Geld und Moral Von Lorenz Rollhäuser Realisation: der Autor Mit: Bettina Kurth, Britta Steffenhagen, Patti Pattex, Jak und Lorenz Rollhäuser Produktion: Deutschlandradio Kultur 2014 Länge: 51"26 Bisher lebte er eher bescheiden. Um Geld ging es ihm nicht, doch dann machte er eine Erbschaft und kaufte sich eine große Wohnung. Ein facettenreiches Feature verhandelt soziale Gerechtigkeit und Gentrifizierung. Aus seiner neu erworbenen Wohnung schaut er auf seinen Kiez herab, den sich immer weniger Menschen leisten können. Und er stellt sich Fragen: Wer bin ich nach der Erbschaft? Auf welcher Seite stehe ich? Darf ich mein unverdientes Privileg einfach genießen? Oder schulde ich jemandem etwas? Er sucht Antworten und findet neue Fragen. Das Feature wurde 2014 mit dem dokKa-Preis ausgezeichnet. In der Jurybegründung heißt es: "Persönlich zu werden, ohne Nabelschau zu betreiben; die eigene Situation zu betrachten und dabei einen gesellschaftspolitischen Prozess in den Blick zu nehmen. Das hat unserer Meinung nach das Radio-Feature "Kreuzberg von oben" von Autor, Produzent und Regisseur Lorenz Rollhäuser vermocht. Da hat ein sagen wir ruhig: Altlinker geerbt, und nun weiß er nicht recht, was er davon zu halten hat. Plötzlich sind die finanziellen Sorgen weg - aber damit auch die Stützen seines Selbstbildes als Nicht-Privilegierter. Plötzlich ist eine mächtig schöne Wohnung da - aber damit auch die Frage, ob ihm die als Erbe überhaupt zusteht. Denn wenn er vom Balkon herunterschaut, liegt unten Kreuzberg, und Kreuzberg wird gerade gentrifiziert." Lorenz Rollhäuser, 1953 in Marburg geboren, lebt in Berlin. Er ist Übersetzer und seit 1990 Autor und Produzent zahlreicher Features und Hörspiele, darunter "Mutters Schatten" (NDR 2008, Prix Europa) und "Kreuzberg von oben" (DKultur/WDR/NDR 2014, dokKa-Preis). Zuletzt: "Reset im Regenwald - Der Hype um Ayahuasca" (Deutschlandfunk Kultur 2019) und "Dekolonisiert euch!" (Deutschlandfunk Kultur 2020). Kreuzberg von oben Wie wir wohnen

Donnerstag 22:08 Uhr Ö1

Radiokolleg

9xÖsterreich. Erkundungen in der Steiermark (4); Gestaltung: Ulrike Schmitzer, Ute Maurnböck, Sabine Nikolay, Ilse Huber, Thomas Mießgang, Alexandra Augustin, Marie Theres Himmler, Nikolaus Scholz, Christina Höfferer, Paul Lohberger

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